Kuba
habe große Erfolge bei der Reduzierung der
Kriminalität aufzuweisen und das Land sei das
sicherste der Region, erklärte gestern Elías
Carranza, Direktor des lateinamerikanischen
Instituts der Vereinten Nationen zur
Kriminalitätsprävention („Instituto
Latinoamericano de las Naciones Unidas para la
Prevención del Delito y el Tratamiento del
Delincuente -ILANUD).
In seinem Vortrag während der
Eröffnungsveranstaltung des 4. Internationalen
Treffens Justiz und Recht lobte der UNO-Vertreter
auch die Leistungen des Landes in den Bereichen
Sport, Kultur und Gesundheit sowie die Tatsache, den
sozialen Ausschluss beseitigt zu haben, besagt eine
Mitteilung der kubanischen Nachrichtenagentur AIN.
Auf das Thema „Kriminalität, Strafjustiz und
Gefängnis in Lateinamerika und der Karibik"
eingehend, äußerte Carranza, dass Kuba ein
Ausnahmefall wäre, da es nicht die ernste Lage in
Bezug auf Gewalt und Kriminalität aufweist, die den
gegenwärtigen Kontext des Kontinents charakterisiert.
Würde die Blockade aufgehoben werden, die die USA
Kuba auferlegt haben, könnten viele Länder in den
Nutzen eines fruchtbringenden Erfahrungsaustausches
mit den kubanischen Fachleuten im Justizbereich
kommen, führte er aus.
Die Situation der Kriminalität und Unsicherheit
habe sich in den letzten Jahrzehnten auf dem
Kontinent verschlechtert und die Zahl der Toten
innerhalb und außerhalb der Gefängnisse sei
gestiegen, sagte Carranza.
Inmitten dieses Szenariums verurteilt zu werden –
unterstrich er – komme aufgrund des
unkontrollierbaren Ausmaßes an Gewalt, der
unhygienischen Bedingungen und der Überbelegung in
den Gefängnissen der Auferlegung einer zufälligen
Todesstrafe gleich.
Er verwies darauf, dass dieses Phänomen nicht
ausschließlich Lateinamerika und die Karibik
betreffe, sondern charakteristisch sei für die
Globalisierung und sich weltweit äußere.